Warum die Frage nicht nur lautet: „Was ist ein Grundstück wert?“

Die leidige Diskussion, die mir in meinen Trainings immer wieder begegnet: „Die Hausbesitzer wollen zu viel für ihre Immobilien!“

Natürlich kann ich dazu erst einmal nur sagen: Der Markt wird nun mal von Angebot und Nachfrage bestimmt. Dass diese Antwort keine Hilfe für meine Trainees ist, weiß ich durchaus. Deshalb ist die Frage auch nicht bloß, was die Immobilie oder das Grundstück tatsächlich wert ist, sondern enthält viel mehr als das.

Sie verkaufen Informationen

Natürlich verkaufen Sie als Hausverkäufer Häuser, keine Grundstücke. Deshalb ist Ihnen die Frage nach dem Wert eines Grundstücks aber noch lange nicht egal. Denn was Sie verkaufen, ist genau diese Information: Wo findet Ihr Kunde ein Grundstück? Für Ihren Käufer überaus wichtige Information, die er noch dazu sehr gut bezahlt.

Aber im Ernst: Wo findet er ein Grundstück? Schließlich ist der Markt hier tatsächlich im Regelfall überschaubar und die Relation teuer/billig außer Kraft gesetzt. Denn solange die Nachfrage da ist, solange andere Käufer die gleichen hohen Summen oder gar mehr bezahlen, sind die Preise gesetzt. Auch werden Ihnen Bodenrichtwerte nur wenig aufschlussreiche Informationen bieten, da es sich dabei nicht um die gegenwärtige Situation handelt, sondern sie die in der Vergangenheit verkauften Grundstücke abbilden. Die aktuelle Lage ist meist deutlich höher – besonders in Zuzugsgebieten.

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Die ernüchternde Bilanz also: Der Markt weißt eine gähnende Leere an freien Grundstücken auf. Ihre Kunden sind schier am Verzweifeln und erhoffen sich von Ihnen Rat. Und damit können Sie natürlich dienen. Denn Sie wissen: Je nach Region rentiert sich der Abriss eines Hauses bereits nach wenigen Jahren. Und macht die Option des Kaufs eines bereits bebauten Grundstücks gleich sehr interessant. Die Immobilie selbst hat meist einen geringeren Wert, als der Besitzer ihn einschätzt. Kein Wunder, hängt bei ihm doch meist auch ein emotionaler Wert, eigens erbrachte Arbeit und Fleiß an Haus und Grundstück – Faktoren, die er nicht berechnen kann.

Wenn Ihr Kunde nun also ein Grundstück mit Haus kauft, dann zahlt er möglicherweise zwar nicht mehr die ursprünglich gewünschten 250.000 €, sondern 350.000 € und legt noch 30-50.000 € für den Abriss obendrauf.  Doch je teurer das Grundstück, desto eher lohnt sich der Abriss. Und genau an dieser Stelle kann ich Ihnen nur wärmstens empfehlen, mit Menschen zusammenarbeiten, die regional unterwegs und vernetzt sind. Dazu zählen Banken genauso wie Makler. Wenn ein Hausbesitzer seine Immobilie und sein Grundstück verkaufen möchte, muss er selbige zunächst einmal bewerten lassen. Wo tut er dies? Richtig, er geht zur Bank.

Vor Ort sehen Sie am besten

Hier erhalten Sie also immer die neueste Information über verfügbare Grundstücke. Die Immobilien und Grundstücke im Internet hingegen haben meist einen Haken und sind Ausschussware, die bis dahin niemand kaufen wollte. Aus eben diesem Grund gibt es keine erfolgreichen Makler, die überregional tätig sind. 

Denn der direkte Kontakt zu regionalen Informationsquellen ist um einiges wertvoller als die Abdeckung eines übergroßen Gebietes. Machen also auch Sie sich Sparkassen, Raiffeisenbanken und auch Makler zunutze und verkaufen Sie Ihren Kunden damit wertvolle Informationen.

7 Antworten zu “Warum die Frage nicht nur lautet: „Was ist ein Grundstück wert?“”

  1. Claudia Viehrig sagt:

    Guten Tag.
    Vielen Dank für die Tipps.
    Ich sitze genau in einer Region, in der die Grundstücke rar gesät sind.

    Mit freundlichen Grüßen
    Claudia Viehrig

  2. Emma sagt:

    Mir hat der Immobilienmakler sehr geholfen. Er hat mir eine Wohnung gesucht, als es wirklich notwendig war. Ich habe sehr lange versucht auf eigene Faust eine zu finden.

  3. Tom Vogt sagt:

    Es ist gut hier einen Hilfe bei der Einschätzung zu haben. Vielleicht lasse ich mir abrer doch einen Makler kommen der das richtig beurteilen kann. Das kostet mich zwar etwas aber ich bin dann auf der richtigen Seite.

  4. John sagt:

    Bisher habe ich noch keinen Immobilie besessen die ich hätte verkaufen können. Aber wahrscheinlich würde ich einen Markler als Hilfe nehmen, weil der gesamte verkauf Prozess einfacher ist.

  5. Jens sagt:

    Wenn ich mein Haus verkaufen müsste würde ich mir wahrscheinlich einen Makler suchen der das für mich macht. Schließlich müsste kann ich mich als Berufstätiger nicht um alles kümmern. Da scheint so ein Makler schon eine enorme Erleichterung zu sein.

  6. Neeltje sagt:

    Interessant, dass sich ein Abriss eher auf einem teuren Grundstück lohnt. Ich überlege mir gerade Immobilien, als Anlageobjekte zu kaufen. Es ist im Einzelfall wirklich schwer zu beurteilen, ob der Wert des Hauses hoch genug ist, oder ob es nicht besser wäre ein Haus einfach abzureißen.

  7. John sagt:

    Bisher habe ich noch nie ein Grundstück mit Haus verkauft. Ich würde mir selbst das auch gar nicht weiter zu trauen, stattdessen würde ich einen Makler dafür engagieren. Schließlich kann so etwas auch schon sehr stressig sein.

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