Selbststaendig, Klaus, Zimmermann, Hausverkauf
Selbstständig – und wie!

Ich gratuliere Ihnen, wenn Sie zu meinen Lesern gehören, die sich als Hausverkäufer selbstständig machen möchten! Ein großer Schritt – das weiß ich noch aus meiner Vergangenheit.

Denn nun kommen viele ungewohnte Aufgaben auf Sie zu. Aufgaben, an die Sie selbst vielleicht noch gar nicht gedacht haben. In meiner jahrelangen Erfahrung als Hausverkaufstrainer konnte ich drei wesentliche Punkte herausfinden, die der Schlüssel zum Erfolg sind. Und ich bin überzeugt: Wenn Sie diese drei Aspekte berücksichtigen, stehen Ihre Chancen außerordentlich gut, ein erfolgreicher Hausverkäufer zu werden …

Selbstständig: Das Know-how

Bevor ich sie Ihnen verrate, eine wichtige Info vorneweg. Den Beruf Hausverkäufer als solches gibt es nicht. Es gibt keine Ausbildung, die Sie machen können und nach der Sie genau wissen, wie Sie vorgehen sollten. In meinen Trainings treffe ich immer wieder auf Menschen, die aus dem Maklerbereich oder aus der Versicherungsbranche kommen und die jetzt Hausverkäufer sein möchten. Oft ist auch jemand dabei, der aus dem Baugeschäft kommt: ein Architekt, ein Zimmermann oder jemand, der selbst gebaut hat.

Die meisten sind also Quereinsteiger, die eine thematische Querverbindung zu dem Beruf des Hausverkäufers haben. Was ihnen fehlt, ist das Know-how dazu. Dieses Know-how lernen sie – und Sie – nicht in einer Schule. Das lernen Sie durch ein Training wie meins oder durch Erfahrung. Ich teile gerne meine Erfahrung mit Ihnen:

  1. Positionierung
    Machen Sie das Richtige! Heißt: Sie brauchen zuerst eine klare Positionierung am Markt. Das hat mit Strategie zu tun. Überlegen Sie sich, wo Sie hinwollen. Übersetzt heißt das für Sie: Fangen Sie nicht jeden Hasen, einer reicht vollkommen. Suchen Sie sich lieber ein kleineres Gebiet, in dem Sie arbeiten. Setzen Sie sich dort jedoch zum Ziel, Marktführer zu werden.
    Zur Positionierung gehört auch, dass Sie analysieren, wo Ihr Markt ist. Überlegen Sie, wer Ihre Kunden sind. Und führen Sie dann regelmäßig Bedarfsanalysen durch. Das heißt, welche Bedürfnisse und welchen Bedarf haben Ihre Kunden? Holen Sie Ihre Kunden dort ab.
    Bis Sie sich am Markt positioniert und etabliert haben, müssen Sie am Anfang eine Durststrecke überwinden. Deshalb ist es wichtig, dass Sie vorher Rücklagen bilden. Planen Sie ein, dass Sie minimum im ersten halben Jahr kein Geld verdienen. So verhindern Sie in Zugzwang zu kommen, wenn das Geld nicht von Beginn an fließt.
  2. Prioritäten
    Nutzen Sie Ihre Zeit effektiv. Als Selbstständiger haben Sie so viel zu tun, da könnten Sie gefühlt 500 Stunden im Monat arbeiten. Fragen Sie sich: Worin sind Sie wirklich gut? Was genau gehört zu Ihrer Persönlichkeit, was können nur Sie machen? Und was können andere erledigen? Delegieren Sie: Wenn Sie gut im Verkauf sind, dann gehen Sie verkaufen! Wenn Ihnen die Buchhaltung nicht liegt, lassen Sie jemanden die Belege sortieren, der das besser kann als Sie.
    Sie sollten jedoch trotzdem wissen, wie es geht, aber Sie müssen es nicht selbst tun. Es ist eine Kunst, genau die Dinge zu delegieren, die Ihre Schwächen sind. Und gezielt Ihre Stärken zu pflegen.
    Ein Tipp: Vergessen Sie nicht, alles zu dokumentieren, auch das, was Sie delegieren. Schließlich sind Sie am Schuss der Verantwortliche.
  3. Power
    Am Anfang Ihrer Selbstständigkeit haben Sie viel Power, aber das lässt erfahrungsgemäß mit der Zeit nach. Ausgepowert kommt schneller, als Sie denken. Darum ist ganz wichtig: Zwingen Sie sich zu regelmäßigen Pausen. Natürlich müssen Sie regelmäßig arbeiten, sich aber auch regelmäßig Ruhe gönnen. Ich mache beispielsweise einen Tag pro Woche nichts – denn das Nichtstun gehört in meinen Augen zum Tun dazu.

Wichtig und wichtiger

Diese drei genannten Punkte legen das Fundament Ihrer Selbstständigkeit. Sie sind die Bedingungen für Ihren Erfolg und sind daher immens wichtig. Noch wichtiger allerdings ist: die Wirkung. In meinen Trainings spreche ich von der Formel „Arbeit x Zeit x Wirkung“: Das bedeutet, Sie bringen Ihre Arbeit und Ihre Zeit ein, aber alles muss eine Wirkung, ein Resultat zeigen.

Im Verkauf, das muss man ganz nüchtern sehen, zählt nur das Ergebnis. Der Wirkungsgrad Ihrer Arbeit ist also am Wichtigsten. Wenn der Kunde nicht kauft, dann bringt Ihnen all Ihre investierte Arbeit und Zeit nichts. Als Selbstständiger – und besonders als Selbstständiger in der Hausbaubranche – müssen Sie sich davon verabschieden, dass jemand Sie für Ihre Zeit bezahlt. Das ist die größte Hürde im Kopf. Viele sind fleißig, das allein ist aber das Falsche. Sie müssen wirksam werden.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei! Und falls Sie nicht weiterkommen, kommen Sie gerne in meine Trainings.

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