Teil I Im Gespräch mit Erwin Endraß

 Teil I

Ich hatte ein sehr interessantes Interview mit Erwin Endraß führen dürfen.

Erwin Endraß erzählt uns von seinem beruflichen Werdegang, was er aus dieser Zeit lernen durfte, wie er in die Selbständigkeit gestartet ist und warum er heute finanziell unabhängig ist.

Zur Schule ging er in einem Klosterinternat, daraus resultierte ein Sozialer Beruf. Denn er leitete 4 Jahre lang ein Städtisches Jugendhaus in Memmingen. Doch er hatte immer das Gefühl, dass sein berufliches Leben an ihm vorbeizog. Er hatte daraufhin mehrmals mit dem Personalleiter gesprochen, um herauszufinden ob es Alternativen gibt da er mehr erreichen wollte. Doch dort wurde Ihm nur gesagt, dass er bevor er 40 Jahre alt ist, keine Forderungen stellen darf.

Doch das waren zur damaligen Zeit noch 16 Jahre, bis er wieder nachfragen durfte und das ging Ihm um einiges zu langsam. Erwin Endraß entschied sich dann dafür, diesen Beruf zu verlassen. Danach ist er in eine Firma in den Außendienst, um dort Papierdrucker zu verkaufen. Dort machte er dann die Erfahrung, dass er sehr viel verkaufen muss um den Betrag zu verdienen, den er zuvor im öffentlichen Dienst verdient hätte. Damals hatte er einen Trainer, der Ihm das Verkaufen lehrte. Dieser Trainer wollte Ihm verdeutlichen, dass die meisten Verkäufer eher nicht mit dem Erfolg zurechtkommen als mit dem Misserfolg. Doch damals verstand Erwin diesen Satz noch nicht.

Irgendwie hatte er sich dann doch durchgebissen und Erfolge erzielt. Nach 4 Jahren wurde das Unternehmen veräußert und der neue Käufer hatte Erwin Endraß einen Job als Verkaufsleiter angeboten.  Er entschied sich jedoch dagegen, da der Wunsch nach Unabhängigkeit wieder durchdrang. Dieser Traum war damals größer als nach einem Job, indem er immer Empfehlungsempfänger war.

Danach startete Erwin eine Trainer Ausbildung in München im Bereich Finanzdienstleister. In diesem Jahr lernte er die Themen Finanzierung, Versicherung und Investment. Erwin erzählte mir, dass sein Plan war, dass er bei Immobilienunternehmen das Thema Baufinanzierung lehren wollte. Zu dieser Zeit war es noch nicht so üblich, dass der Finanzgedanke so präsent war. Später wollte er sich auch mit Immobilien auseinander setzen, da Ihn das auch sehr interessiert hatte. Das hat dazu geführt, dass er sich mit 28-29 Jahren selbständig gemacht hatte. Erst im Bereich Finanzdienstleister und später im Bereich Immobilien. Dann kam wieder der Punkt wo Erwin von Null gestartet ist und ein Unternehmen gegründet hatte. Er erzählte mir, dass diese Jahre keine einfachen Jahre für Ihn waren. Rückblickend ist es immer schön, wenn der Erfolg nicht sofort kommt, denn diese Jahre haben Ihn mehr geprägt als die anderen Jahre.

Zu dieser Zeit war es auch noch nicht üblich, dass Baufirmen ins Bauträgergeschäft miteinstiegen.  Damals hatte Erwin Glück ein Memminger Unternehmer zu finden der für diese Idee aufgeschlossen war. Denn so hat er dann zusammen mit diesem Unternehmen angefangen Bauträgerprojekte zu starten. Das lief dann so, dass Erwin dem Unternehmen ein Grundstück vermitteln konnte, wo 135 Wohnungen errichtet wurden, die Erwin dann verkaufen durfte. So war er dann sehr schnell in einem sehr spannenden Markt angekommen. Außerdem war es Ihm wichtig dem Käufer auch ein Anlagekonzept zu vermitteln für seinen hohen Ertrag und das Funktionierte aber nur mit Gewerbeimmobilien. So ist er dann in die Richtung der Supermarktketten gelangt und es haben sich neue Welten aufgetan im Bereich der Gewerbeimmobilien.

Erwin hatte eine Zeitlang Mitarbeiter in seiner Firma, doch da musste er erkennen, dass es doch relativ schwierig ist gute Leute an das Unternehmen zu binden und schlechte Leute ans Unternehmen zu binden macht noch weniger Sinn. Daraufhin hat er sich doch dafür entschieden eine ein Mann Fima zu führen. Doch das hieß nicht, dass er alles allein gemacht hat. Er führt ein großes Netzwerk und Kooperationen.

Auch im nach hinein war die Ausbildung in der Sozialarbeit sehr wichtig, denn für Ihn steht der Mensch immer im Mittelpunkt. Er stellt sich immer die Frage was er an Nutzen bieten kann und was kann ich dann an Nutzen ernten. Doch was am wichtigsten ist, ist dass der „Nutzen bieten“ im Vordergrund steht. Das ist das, was Erwin Endraß unterscheidet zu vielen anderen.

Manchmal muss man warten, bis der Nutzen kommt, aber er kommt. Wenn man darauf vertraut, dann kommt der Nutzen so Erwin Endraß.

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